Das Programm

Begleitet von teils klassischen, teils modernen Musikstücken zeigen vier AB-206 "Jet-Ranger" in Form einer rhythmischen, engen Formation einen Querschnitt aus der vielfältigen Bewegungspalette des Hubschraubers. Diese Demonstration soll den Zusehern einerseits die Leistungsfähigkeit der Maschinen, andererseits das Können der Piloten, die diese Geräte bedienen, veranschaulichen.

Foto: Robert Holzinger
Flugfigur CROSSING
Das Programm wird in einer Höhe von 10m bis 150m mit einer Geschwindigkeit zwischen 0 km/h und 200 km/h geflogen. Die "Showeffekte" werden dabei nicht durch Schnelligkeit und Präzision in der Ausführung von Kunstflugfiguren erzielt - dazu ist das Fluggerät auch gar nicht geeignet - sondern hier wird nur mit der Vielfältigkeit der Bewegungsmöglichkeiten des Hubschraubers gearbeitet. Somit werden im Programm typische Dreh-, Schwebe- und Flugfiguren in den Verbandflugformen Rhombus, Kolonne und Reihe miteinander kombiniert. In manchen Positionen wird auch Rückenwind in Kauf genommen, hier wirken sich vor allem die Leistungsgrenzen der Hubschrauber auf die Gleichmäßigkeit der Vorführung aus. Um das Programm überhaupt durchführen zu können, müssen 4 km Flugsicht und eine Wolkenuntergrenze von 300 m über Grund als Wettermindestbedingungen gegeben sein. Bei Windgeschwindigkeiten über 30 km/h wird ein gekürztes, auf den Wind ausgerichtetes Programm gezeigt, da manche Schwebefiguren des Standardprogramms nicht mehr durchgeführt werden können.

Die einzelnen Programmpunkte

Die Schwierigkeiten einer Flugvorführung sind vielfältig:
+ Die oftmaligen Geschwindigkeitsänderungen erschweren das Fliegen eines engen Verbandes und erfordern ein Maximum an Konzentration der Piloten.
+
Im engen Verband und bei niedrigen Geschwindigkeiten befinden sich alle vier Hubschrauber durch die Abwinde der Rotorblätter in verwirbelter Luft. Diese Turbulenzen bedingen eine ständige Leistungsänderung bzw. Kontrolle, um heftige Bewegungen der Hubschrauber im engen Verband zu vermeiden.
+
Bei Windstärken ab 10 km/h kommen zu den bereits vorhandenen Verwirbelungen weitere hinzu, wobei Schwebe- und Drehfiguren mit Seiten- und Rückenwind teilweise an der Leistungsgrenze durchgeführt werden.
+ Die Entfernung von Rotorspitze zu Rotorspitze beträgt im engen Verband nur 5 Meter. Da der Rotorkreis für den Piloten nicht exakt zu erkennen ist, ist das Einhalten eines genauen Abstandes zu den anderen Maschinen äußerst schwierig. Das Schätzvermögen der Piloten kann nur durch intensives Training und jahrelange Erfahrung im Verbandflug erreicht werden.
+ Alle Flugfiguren werden in Bodennähe durchgeführt, wodurch die Konzentrationsfähigkeit weiter sehr stark beansprucht wird.
+ Beim Rückwärtsflug im engen Verband ist im wahrsten Sinne des Wortes ein blindes Vertrauen, verbunden mit einem exakten Training aller fünf Piloten, Voraussetzung.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass trotz der optisch einfach aussehenden Flugmanöver und Bewegungen der enge Verbandflug mit Hubschraubern äußerst schwierig ist und eine langjährige Erfahrung und Praxis der Piloten voraussetzt.


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